Das Beispiel Landkreis Höxter

Wie nach dem staatlichen Förderprogramm ein tragfähiges Zukunftskonzept übrig bleibt  

Analysiert man einmal, was mit Hilfe öffentlicher Förderprogramme (in diesem Fall "Landaufschwung") in einer strukturell mit dem Vogelsbergkreis durchaus vergleichbaren Region (Landkreis Höxter) an zukunftsweisenden Projekten entwickelt werden konnte, die sich an der "Renaissance der Regionen" im Zuge der sich ankündigenden "3. Industriellen Revolution" orientieren, so fallen im Vergleich mit der Gestaltung ähnlicher Projekte im Vogelsberg einige fundamentale Unterschiede ins Auge.

Wer sich dem Fortschritt verschreibt und die Regionalentwicklung entsprechend voran treiben will, muss die Triebkräfte der Zukunft - etwa Rifkins fünf Säulen der dritten industriellen Revplution - wirklich verstanden haben. Im Landkreis Höxter zum Beispiel hat man begriffen, dass eine neue Kommunikations- und Energieinfrastruktur nur dann ent-stehen kann, wenn ihre wesentlichen Bedingungsfaktoren gleichzeitig entwickelt werden. Dies gilt auch und gerade für die o.g. fünf Säulen, nämlich

  • Umstieg auf erneuerbare Energien;
  • Umwandlung von Gebäuden in Mikrokraftwerke, die die erneuerbaren Energien vor Ort erzeugen;
  • Einsatz von Energiespeichern in allen Gebäuden sowie an den Knotenpunkten der Infrastruktur zur Speicherung unregelmäßig anfallender Energie (Wind- und Solarstrom);
  • Nutzung der Internettechnologie, um das Stromnetz auf jedem Kontinent in ein Energy-Sharing-Netz (Intergrid) zu verwandeln, über das lokale Überschüsse der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden können und
  • Umstellung der Transportflotten auf Steckdosen- und Brennstoffzellenfahrzeuge, die Strom über ein intelligentes und interaktives kontinentales Stromnetz kaufen und verkaufen können.

Natürlich ist man auch im Landkreis Höxter von einem solch umfassenden Zukunftsszenario noch weit entfernt, was aber allein aufgrund der nur begrenzten finanziellen Mittel und der teilweise auch noch gar nicht zur Verfügung stehenden Technologien gar nicht anders sein kann. Doch beweist zum Beispiel die Tatsache, dass man hier eben nicht nur massenhaft subventionsträchtige, aber leider nur unregelmäßig Energie liefernde Windkraft- und Solaranlagen auf die grüne Wiese, in die Wälder und auf die Hausdächer gepflanzt, sondern parallel dazu die regelmäßige Strom- und Wärmeerzeugung durch Biomasse-Anlagen aufgebaut hat, die ausschließlich billige Holz- und Grünschnittabfälle als Energiequelle nutzt und nicht etwa - wie in Bayern - auf einer extrem teuren "Vermaisung" der Landschaft und dem "Verheizen" von Nahrungsmitteln beruht, dass man die Notwendigkeit einer gleichzeitigen Entwicklung regel- und unregelmäßig abrufbarer grüner Energiequellen bzw. einer entsprechenden Speichertechnologie absolut verstanden hat. Zudem sorgt etwa der maßvolle Ausbau der Windenergie dafür, dass Naturschutz und Tourismus nicht durch eine von hemmungsloser Subventionsgier getriebene Industrialisierung der Landschaft beein- trächtigt werden.

Anders im Vogelsbergkreis. Auch hier führt man - gerade im Kontext des bundesweiten Projekts „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" - die jeweils angesagten Schlagworte zwar beherzt im Munde. Da könnte man durchaus ein gewisses Verständnis für Strukturen und Zusammenhänge vermuten; etwa, wenn von der "Erarbeitung eines integrierten Mobilitätskonzeptes für den gesamten Landkreis auf Basis des vorhandenen ÖPNV-Netzes in Kombination mit alternativen Mobilitätsformen und einem Schwerpunkt auf wenig oder immobile Bevölkerungsgruppen (Jugendliche, ältere oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen, etc.)" die Rede ist.

Kenner des Vogelsberges im Allgemeinen (vgl. Cora Stephan in "Die Welt") oder des MORO-Anschlussprojekts "Elektromobilität" im Besonderen wissen dagegen: Von "Verstehen" im landläufigen Sinne kann hier nicht so direkt gesprochen werden. Der Vogelsberger kann rechnen, schreibt "Die Welt". Mit den von Frau Stephan beschriebenen Einschränkungen, sollte man allerdings hinzufügen, vor allem, was das dicke Ende des Rechenwegs angeht.

Sagen wir so: Der Vogelsberger weiß, wie auch die Dümmsten an die dicksten Kartoffeln kommen, selbst wenn sie eigentlich gar keine anbauen. Schließlich ist der Vogelsberg eine ehemalige Bergbauregion. Hier förderte man bis 1966 aus 25 Grubenfeldern den sog. "Brauneisenstein". Die Hochzeit der Eisenerzgewinnung war in den 1930er Jahren. Zur selben Zeit sorgte auch die Aufrüstungspolitik des NS-Staats für wirtschaftliche Belebung in der Region und verstärkte so den ohnehin großen Rückhalt der Nationalsozialisten im Vogelsberg. Für das schwierige Auswaschen des Brauneisensteins wurde mit den Jahren eine wirksame Technik entwickelt. Das Auswaschen der braunen Gesinnung soll dagegen schwierig geblieben sein.

Kurzum: Der Vogelsberger weiß sich einzurichten mit den Verhältnissen und zur richtigen Zeit immer die richtigen Subventionen auszugraben. Sind die Zuschüsse dann verbraucht und quasi die Schürfstellen nicht mehr ergiebig, wird - auch im übertragenen Sinne - die Grube eben still gelegt. Außer Spesen nichts gewesen. Von nix kommt nix, aber mit Hilfe der nächsten öffentlichen Subvention ganz sicher wieder ein neues "Projekt". Wenn der Vogelsberger zuverlässig rechnet, so rechnet er mit neuem Zufluss von Steuergeld in die demografisch ausblutende Region. Hat ja bisher auch immer geklappt. 

Bei der Umsetzung wird dagegen wenig Sinnhaftes oder Nachhaltiges produziert. Bestes Beispiel ist das bereits erwähnte Projekt "Einsatz von Elektrofahrzeugen bei der Sicherung der Mobilität im ländlichen Raum". Hessenweit komme der Kreis dadurch in eine "echte Pilot- und Erforschungsfunktion", brüstete man sich vor den Mitgliedern des Kreisseniorenbeirats und der lokalen Weltpresse. Tatsächlich fuhr man dabei in drei Gemeinden mit jeweils einem geleasten Batteriekleinwagen um die Häuser. Für insgesamt 170.000 Euro. Zu keinem Zeitpunkt bestand je die Absicht oder Aussicht, das "Pilotprojekt" auf eine höhere Zahl von Vogelsberggemeinden auszuweiten oder das im Praxisbetrieb Erforschte irgendwo anders sinnvoll einzusetzen. Im Gegenteil. Bereits bei der Vorstellung des angeblich Zeichen setzenden Projekts wurde offenbar, dass es für die unvertretbar teure und daher von vornherein nicht realisierbare Mobilitätsverbesserung qua Elektromobil nicht einmal einen nachweisbaren Bedarf gab, wurde doch schon das "Anruf-Linien-Taxi" als individuelles Angebot kaum genutzt. Originalzitat aus der erwähnten Projektvorstellung im Kreisseniorenbeirat:   

"Beim Vortrag von Muth-Born wurde deutlich, dass es gewiss sehr viele Lücken innerhalb des Bus-Angebots im Vogelsbergkreis gebe. Allerdings seien die flexiblen Möglichkeiten, vor allem des Anruf-Linien-Taxis leider noch viel zu wenig bekannt. Daher werbe er sehr gerne auch im Kreis-Seniorenbeirat dafür, die Angebote auch wirklich zu nutzen. Den „ALT“ in Anspruch zu nehmen sei ganz einfach: eine Stunde vor der gewünschten im Fahrplan eingetragenen Fahrzeit anrufen. Das ALT fahre selbstverständlich auch für nur einen einzigen Fahrgast. Nähere Informationen gibt es bei der Verkehrsgesellschaft Oberhessen in Alsfeld (VGO), Telefon 06631 / 9633-33. Gerhard Muth-Born warb auch für die 65-Plus-Jahreskarte." 

Zumindest der Nicht-Vogelsberger steht ratlos und kopfschüttelnd vor so viel Unverstand. Wie ist so viel Selbstbeweihräucherung und Mittelverschwendung für Blödsinnsprojekte wie steuergeldgesponserte Batteriemobile, die mit Auslaufen der Förderung nach gerade mal 17 Monaten sang- und klanglos zurückgegeben wurden, nur möglich? Die Antwort: Der stets um griffige Slogans und wirksame "Image- und Kommunikationsstrategien" bemühte Vogelsberg-Landrat Görig ("Wir können alles außer Hochdeutsch - So etwas muss uns auch einfallen!") steht für ein Politikverständnis, das sich im Zuge zunehmender Überforderung unserer Volksvertreter mit den hochkomplexen Problemen unserer Welt vielfach zum Standardprogramm entwickelt hat und allenthalben (problem-)blinde Bürger-wut herausfordert, die wiederum populistischen Rattenfängern mit den berühmten "einfachen Lösungen" neue Aktionsfelder eröffnet und ihnen eine ebenso überzeugte wie uninformierte Anhängerschaft zutreibt.

Wer sich mit den lokalen Würdenträgern oder lokalen Behörden auseinandersetzt, stößt immer wieder auf Formen der Inkompetenz, die sich mit dem Slogan "Wir verstehen alles, außer Hochdeutsch/differenzierte Sprachinhalte!" umschreiben ließe. "Der Vogelsberger" - zumindest ein Großteil derer, die nicht zwecks Ausbildung oder qualifizierter Berufs-tätigkeit bereits "ausgewandert" sind, kann offensichtlich mit komplexen oder gar dialek-tischen Aussagen nichts anfangen. Daher stößt man immer wieder auf "Interpretationen" mündlicher oder schriftlicher Verlautbarungen, Gesetzestexte, behördlicher Anordnungen usw., die mit deren explizitem Wortlaut und deren für Normalbegabte durchaus entschlüs-selbarem Sinngehalt offensichtlich nicht übereinstimmen. Den Kern der Botschaft versteht "der Vogelsberger" oft nicht, und auf Erklärungsversuche reagiert er resistent, was sich darin äußert, dass er die weitere Kommunikation verweigert. Besonders allergisch ist er gegenüber Kritik. Wer nicht alles gut findet, was offensichtlich alle anderen gut finden (die allerdings zumeist aus Konfliktscheu schweigen), darf nicht mehr mitspielen. Wie im Sandkasten, aus dem sich die Mehrheit der Vogelsbergseilschaften tatsächlich auch zu kennen scheint. Da wurde der Verfasser ins Amt für den ländlichen Raum eingeladen, angeblich um mit ihm über Vorschläge zu reden, die er bei Bekanntwerden eines neuen Raumordnungsprojekts im Internet veröffentlicht und auch an die Behörde weitergeleitet hatte. Die Einladung entpuppte sich allerdings als Vorladung. Über seine Vorschläge wollte in Wahrheit niemand mit ihm reden. Stattdessen gab's Drohgebärden. "Ultimativen Charakter" habe seine Web-Veröffentlichung verströmt, offensichtlich in Erwartung einer "Vollzugsmeldung" der amtlichen Stellen. Worauf dieser Vorwurf sich gründete, blieb im Dunkeln. Im Netz war einfach nur ein Vorschlag zum Thema "Mitfahrerbänke" eingestellt worden, versehen mit dem Hinweis, wann dieser an das Amt für den ländlichen Raum weitergeleitet worden sei. "Zu viel Information" mokierte sich das Tribunal aus drei schlecht gelaunten Behördenvertretern über die Publikationen des Verfassers. Und mit seinen Vorschlägen sei er "viel zu früh". Bei der Bürgerbeteiligung müssten "Regeln eingehalten" werden. Man wartet eben, bis der Landrat ruft. Und dann beteiligt man sich nach den Vorgaben von oben. Oder wie es früher hieß: "Gehe nicht zu deinem Fürscht, wenn du nicht gerufen wirst!"    

Auch sonst gibt sich die Obrigkeit, der der Herrgott den zur Amtsausübung erforderlichen Verstand leider allzu oft verweigert hat, dem kritischen Bürger gegenüber schnell ungnädig. "Auf weitere Briefe von Ihnen werde ich nicht mehr antworten!" schrieb da z.B. ein Bürgermeister, nachdem ihm die Behauptung widerlegt worden war, der Anspruch eines Seniorendorfprojekts in Ulrichstein, mehr zu bieten als Minimalversorgung nach dem Prinzip "Satt und Sauber", richte sich gegen die örtliche Seniorenresidenz. Auf fundierte Vorschläge zur Wirtschaftsförderung, die ständig öffentlich gefordert werden, erhält man nicht mal eine Eingangsbestätigung. Es kommt eben nicht darauf an, was ein Vorschlag beinhaltet, sondern wer ihn gemacht hat. Und das sollte schon "einer von uns" mit einer konformen Meinung sein. Hier könnten noch endlos weitere Beispiele aufgelistet werden. Vom Landrat, dem der Regierungspräsident die Errichtung des Kreisseniorenbeirats als "Kommission" untersagt, die Kommission dann in Beirat umbenennt und ungerührt in der Kommissionsstruktur weiterwurschtel. Vom Finanzamt, das eine Ämderung einer Vereins-satzung fordert, obwohl die zu ändernde Passage wortgleich mit der alten Fassung ist. Von der "Vulkania-Tauschbörse", die ein Mitglied mit Ausschluss bedrohte, weil dieses ihren Namen für gewerbliche Zwecke missbrauche, hierfür aber keinerlei Belege beibringen kann, usw., usw.

Auch die Lokalpresse sorgt dafür, dass der im Vogelsberg Zugezogene den Kontakt mit den Eingeborenen als zunehmend anstrengend empfindet. Da kommentiert man schon mal Leserbriefe, die ja schon selbst einen Kommentar auf einen Pressebeitrag darstellen und laut Presserat auch dann veröffentlicht werden sollen, wenn sie eine Meinung vertreten, die die Redaktion nicht teilt. Doch die Lokalredaktion, die unter ihrem Kürzel gern einmal wortgleich publiziert, was in der Pressestelle des Landratsamts zuvor formuliert wurde (siehe Artikel des LA vom 30.03,2016), wehrt sich gegen den Vorwurf, einen Leserbrief des Verfassers völlig missverstanden und unüblicherweise durch noch-maligen Kommentar "richtig gestellt" zu haben, in der bekannten Weise: "Daher ist von unserer Seite aus die Diskussion an dieser Stelle beendet." Wie im Sandkasten (siehe oben). Ohren zu halten und "Nananana!" blöken. 

Apropos Nanana... Warum es mit der Zukunft im Vogelsberg nicht so richtig funktioniert, liegt einfach daran, dass "der Vogelsberger" klammheimlich in der Vergangenheit lebt. Und so textet der Dichter eines von der Kreisspitze zwecks Imageförderung und Aufpimpung des Vogelsberger Selbstwertgefühls in Auftrag gegebenen "Vogelsberg-Songs":      

Vor 15 Millionen Jahren
War der Erdball wild und heiß
Fontänengleiche Feuerglut
Erstarrt im Lauf der Zeit
So formte sich ein Felsen
Der das Land weit überragt
Und der seinen Namen
vom Pakt mit dem Teufel hat

Wir sind Kinder des Vulkans
Geboren aus heißer Lava
Sind gemeißelt aus Basalt
Mit einem Herz aus Gold
Wir sind Vogelsberg

Wir sind die Mitte Hessens
Die Vergangenheit hat uns geprägt
Auf unserm rauen Felsen
Haben die Kelten schon gelebt
Kühne Schlösser und starke Burgen
Erstrahlen in stiller Pracht
Erzählen ihre Geschichten
von Herrschaft und Macht

Wir sind Kinder des Vulkans
Geboren aus heißer Lava
Sind gemeißelt aus Basalt
Mit einem Herz aus Gold
Wir sind Vogelsberg
Wir sind Kinder des Vulkans
Geboren aus heißer Lava
Sind gemeißelt aus Basalt
Mit einem Herz aus Gold
Wir sind geerdet und geeicht
Bereit zum Pferde stehlen
Wir trotzen jedem Sturm
Wir sind die Kinder des Vulkans
Wir sind Vogelsberg

 

 

Auch wenn die obersten Basaltköppe der Region die eher unfreiwillige Offenlegung der Vogelsberger Volkseele ganz "modern" gleich noch per "Flashmob" choreographisch in Szene setzen ließen, so dass der Rest der Welt den "Kindern des Vulkans" nun dabei zusehen kann, wie sie bei schlechtem Wetter ihren Namen tanzen: Das Szenario wirkt dann eben doch nicht fortschrittlich, peppig und poppig, sondern bestenfalls aufgesetzt. Fortschrittlichkeit und Zukunftsorientierung sind eine Frage von Problemverständnis, unabhängigem Denken und visionärer Vorstellungskraft. Auf dem "größten Schildvulkan Europas" haben sich allerdings wohl auch die größten Schildbürger Europas niedergelassen. Die outen sich schon selbst als "aus Basalt gemeißelte", "von der Vergangenheit geprägte" und damit vermutlich geistig eher unbewegliche Gesellen. Besonders die alten "Geschichten von Herrschaft und Macht" scheinen sich in die Vogelsberger Mentalität tief eingegraben zu haben. In dem nach 1648 reichsunmittelbar gewordenen "Riedesel'schen Junkerland" konnten sich Bürgerstolz und Bürgertugenden nie so recht entwickeln. Bis heute lebt "der Vogelsberger" in einer Art postdemokratischen Leibeigenschaft und kultiviert seine Autoritätshörigkeit. Wer aus der Reihe tanzt, muss mit der (Ried-)Eselsmütze in der Ecke stehen. Zugereiste erträgt man bestenfalls, wenn sie sich still einfügen, um eine Land-schaft zu genießen, die nun allerdings auch nicht mehr so schön ist wie früher. Wer hier einst seinen Alterssitz baute oder eines der vielen leer stehenden Bauernhäuser zu diesem Zweck kaufte und restaurierte, sieht die ländlich-idyllische Aussicht jetzt - oft in mehreren Blickachsen - von den gigantischen Stahlrohrtürmen der WKAs verstellt. Oben blinken die flugsichernden Rotlichter, unten liegen der unter Naturschutz stehende Rotmilan oder Schwarzstorch, von Rotorblättern zerhäckselt. Die Vogelsberger Vögel können sich eben den Veränderungen ihrer natürlichen Umgebung nicht so geschmeidig anpassen wie die Vogelsberger Spitzenpolitiker ihre Rhetorik, die mal die großartige Natur geschützt sehen will, dann aber auch wieder nach den Einnahmen aus der erblühenden Windindustrie schielt. Irgendwie passt hier nichts zusammen, auch wenn Spitzenvertreter aller Parteien sich zu bemühen scheinen, die unübersehbaren Zielkonflikte im Gleichklang der Begriffe Naturpark und Windenergiepark aufzulösen, alles mit allem zu "vernetzen"  sowie sogar den Aspekt einer flankierenden regelmäßigen Energieerzeugung auf Basis von Biomassebrennstoffen einzubeziehen (vgl. das "Prograss"-Projekt in Partnerschaft mit der Universität Kassel, das aber offensichtlich nur die Wissenschaftler verstanden und das nach Verbrauch entsprechender EU-Fördermittel - wie schon gewohnt - sang- und klanglos zu den Akten gelegt wurde).  

 

"Die Bäume sind grün und der Himmel ist blau / Geh'n wir Tauben vergiften im Park", sang einst Georg Kreisler. Passt mit kleinen Retuschen auch als "Vogelsberg-Hymne":

Schau, die Sonne ist warm und die Lüfte sind lau
Lass uns Vögel begraben im Windenergiepark! 
 
Ulrich Lange
 
P.S.: Mein Favorit unter den Vogelsberg-Liedern ist immer noch das hier:
 
 
 
 

ANHANG

ZU VIELE FEHLER - Kreispolitk Teil des Problems statt Teil der Lösung

 

 

Auszug  aus "DIE WELT" vom  24.10.2012:

Windige Hoffnung in der Provinz

Der Vogelsberg soll Musterregion für die Energiewende werden. Ein Besuch auf Baustellen und bei Bürgereinitiativen.

Von Cora Stephan

 
 
[...]
 
Der Vogelsberg soll zur Musterregion werden, soll Ökonomie und Ökologie verbinden, Arbeitsplätze schaffen, die Natur schützen und die Energiewende vollziehen. So steht es in einer Broschüre, die die Klimaschutz- und Energieagentur Mittelhessen e.V. vertreibt. Der Fotograf, der das schöne Titelbild schoss, dürfte lange gesucht haben, um die Per-spektive zu finden, von der aus keine Windanlage zu sehen ist. Arbeitsplätze kann man hier brauchen. Die Landwirtschaft lohnt sich schon lange nicht mehr.
 
 
Viele pendeln nach Gießen oder Frankfurt. Die anderen haben die Milchkühe gegen Schweinemastanlagen getauscht, die können den Mais gebrauchen, der hier mittlerweile überwiegend angebaut wird. Den Rest frisst die Biogasanlage. In Unterseibertenrod steht eine. In Atzenhain. Jede braucht 80 Hektar Fläche für Mais und Grünschnitt. Dann lieber Windkraft, sagt der Bürgermeister von Mücke, Matthias Weitzel. Die schafft Arbeitsplätze, zumindest ein paar: für die Wartung.

Von Fotovoltaik hält er nichts, auch, weil die Sonnenausbeute in dieser Region nicht groß ist. Und doch gibt es reichlich Sonnenkollektoren auf den Scheunendächern. Nicht wegen der Sonne, sondern wegen der hoch subventionierten Einspeisevergütung. Rechnen können die Vogelsberger. Und nur Menschen mit Neidkomplex würden ihren Nachbarn vorhalten, dass sie auf ihre Kosten die Volksrepublik China unterstützen. Bedenkentra-gende Menschen mögen fragen, ob sich vielleicht auch die Windkraft nur lohnt, solange sie subventioniert wird. Und was ist mit dem Tourismus, hier, in einem der schönsten Naturschutzgebiete Deutschlands? Mal ehrlich: Tourismus gibt's hier nicht. Weder mit noch ohne verspargelter Skyline.

Windkraft, sagt Matthias Weitzel, gehört in kommunale Hand, damit auch die Gemeinde etwas davon hat und nicht windige Investoren das Geschäft machen – "mindestens einmal die Woche" rufe jemand aus Hamburg oder sonstwoher an und wolle ins Geschäft einsteigen. Wie aber sollen die Gemeinden vom Boom profitieren? Die Rotoren müssen dort gebaut werden, wo sie effizient sind, nicht dort, wo der Grund und Boden den Gemeinden gehört. Und wieso boomt es überhaupt? Der Vogelsberg ist nicht die Gegend Hessens, in der der Wind am ertragreichsten weht. Der Taunus ist ergiebiger. Die Rhön ebenfalls. Und der Lahn-Dill-Kreis. Warum also wollen einige Menschen den Vogelsberg mit 1600 Riesenrotoren vollstellen? Weil hier nur 110.000 Menschen wohnen?

Als der Landrat noch Rudolf Marx von der CDU hieß, ging es zurückhaltender zu. Marx legte schon mal 17 Anlagen gleichen Typs still, als in Kirtorf ein Mast umknickte. Doch seit Juni 2012, mit SPD-Landrat Manfred Görig, geht es in Riesenschritten voran. Oberhessen ist vorn: Im Vogelsberg stehen bereits heute 73 Prozent der im Regierungsbezirk Mittel-hessen installierten Anlagen, hier wird ein Drittel der hessischen Windenergie produziert. Warum hier? Warum nicht im Taunus? Im Taunus gibt es Leute, die sind reich an Geld oder Einfluss. "Die Menschen im Vogelsberg werden vergessen", sagt Anneliese Brunn (CDU), Mitglied in der Gemeindevertretung Mücke. Es sind ja nur so wenige.
 
Wer Pacht von den Anlagenbetreibern kassiert, kann sich zurücklehnen. 30.000 Euro pro Anlage oder mehr sind eine schöne Sache für Landwirte, die mit Viehwirtschaft kaum was verdient haben. Doch deren Interessen sind nicht unbedingt die ihrer Nachbarn, die mit einem Wertverlust ihrer Wohnimmobilien rechnen müssen. Aber ist Windkraft nicht immer noch besser als Atomkraft?

Dass die Energiewende weder durchgerechnet noch zu Ende gedacht ist, weiß hier jeder. Die Bundesbürger finden Windkraft toll, mögen aber keine Überlandleitungen. Und keine Gas- und Kohlekraftwerke für die Grundlast. Doch die sind sowieso nicht mehr rentabel, weil die "grüne" Energie vorrangig eingespeist werden muss. Das bedeutet, dass kon-ventionelle Kraftwerke je nach alternativer Ausbeute rauf- und runtergefahren werden müssen, also zu 40 Prozent nicht ausgelastet und nicht mehr rentabel sind. Seine Rolle als Exporteur von Grundlaststrom hat Deutschland längst verloren. Dafür missbraucht man die Stromnetze der anderen als Abladeplatz für wetterbedingte Stromüberschüsse, was dort auch nicht gern gesehen wird.

Deutschland, dem Europa so am Herzen liegt, dass seine Regierung den Euro retten will, koste es, was es wolle, handelt mit seiner Energiepolitik alles andere als europäisch. Doch was geht uns das an? Ein echter Vogelsberger Sturkopf denkt sich seinen Teil. Wenn sich in 15 Jahren erweisen sollte, dass die Windkraftanlagen nicht rentabel sind, muss eben rückgebaut werden. Den Sockel schüttet man zu, und gut ist. Pech für die Investoren. Vielleicht auch für den Rotmilan. Bis dahin: mitnehmen, was man kriegen kann. Wir hier im Vogelsberg haben schließlich das Problem nicht erfunden, sondern vorgefunden.

[...]


Bericht von der Veranstaltung "LA-Forum zur Einkaufsstadt Lauterbach" am 04.07.2016 in Lauterbacher Anzeiger vom 06.07.2016, S. 18 u. 19 (Auszüge):

Provinzielle Selbstvermarktung der Region

"Wie könnte ein professionelles Stadtmarketing aussehen? Was macht eine Einkaufsstadt attraktiv? Ist der Strolch noch aktuell? - Um diese und noch einige Fragen mehr ging es bei der Diskussionsveranstaltung des Lauter-bacher Anzeigers in der Alexander-von-Humboldt-Schule.

[...] Dennoch brauche der Handel neue Denkmuster und andere innovative Konzepte als bisher. Und dafür sei das Internet unabdingbar. Denn: "32 Pro-zent der Kunden informieren sich im Netz, kaufen aber stationär. Nur 16 Prozent informieren sich vor Ort und kaufen dann online." Daher gelte es, den Händlern auch die Angst vor dem Internet zu nehmen, denn noch kauften die meisten vor Ort.

"Lauterbach braucht erstmal ein Erlebnis in der Innenstadt", betonte Städteplaner Hartmut Kind. Das alleinige Image als "Strolch-Stadt" sei, bei aller Ehre, zu wenig. [...] Allgemein sei in vielen Städten das professionelle Marketing zu wenig verfolgt worden. "Lauterbach muss eine Botschaft be-kommen", empfahl Kind - und das mit professiobeller Leitung und einem angemessenen Budget.

"Man sollte definieren: Wo wollen wir hin? Wen wollen wir erreichen?", warf Landrat Manfred Görig ein. [...] Bei uns müsse ein Marketing über die Städte hinaus gehen, denn "nur zwei Prozent kennen überhaupt den Vogelsberg". Alsfeld als Märchenstadt, Schlitz als Burgenstadt oder Homberg als Schloss-stadt zögen über die Region hinaus keine Aufmerksamkeit auf sich. Daher sei zuerst ein Image für die Region wichtig, die Städte könnten individuell zusätzlich werben. "Südtirol oder Baden-Württemberg werben als Region - und wir für Alsfeld, Lauterbach, Homberg und Schlitz, weil wir es nicht verstanden haben", betonte Görig.

Kind gab in diesem Zusammenhang allerdings zu bedenken, dass es schwierig sei, jede Stadt mit ihren Besonderheiten unter einem Dach zu-sammenzufassen. "Die Vogelsberg-Werbung setzt zu sehr auf den Touris-mus und den Vulkan".  Und er glaube, dass sich dieses Konzept auf Dauer nicht halten könne, da sich die Zeiten mittlerweile geändert hätten.

Worauf Görig erwiderte, dass "wir mit dem Klammersack gepudert sind, wenn wir nicht mit unserer Natur werben". Zumal bedacht werden müsse, dass vielleicht die beiden großen Städte über mehr Angebote verfügen, doch womit sollten die anderen werben?

Heinz-Jörg Ebert konnte die Argumente des Landrats an dieser Stelle nach-vollziehen, betonte aber auch, dass manche Prozesse viel zu viel Zeit be-nötigten, und wenn sich nicht jeder am Gesamtkonzept beteilige, werde alles verwässert. Besonderen Applaus bekam er für seine Aussage: "Wenn die Städte nicht selbst aktiv werden, wird nichts passieren. Und das eine zu tun, heißt nicht, das andere zu lassen."

[...]

Gerhard Bäuerle aus Lauterbach erkundigte sich nach Fördergeldern für die Innenstadtentwicklung. Unternehmer Heinz-Jörg Ebert erklärte: "Ich bin ein strikter Gegner. Alle Projekte, die durch Fördergelder unterstützt wurden, sind nach Einstellung der Zuschüsse in sich zusammengebrochen." [...] Anders sah es Städteplaner Hartmut Kind: "Eine Anreizfinanzierung hilft, dass auch Privateigentümer etwas umsetzen. Wenn die Förderprogramme richtig angewendet werden, können sie hilfreich sein. Da lässt sich einiges bewegen."

[...]

Hartmut Kind ergänzte: "Jede Gemeinde muss ihr eigenes Rezept finden und sich mit ihrem Ziel auseinandersetzen. Es ist das kommunale Produkt, das beworben werden muss." Das bekräftigte auch Landrat Manfred Görig: "Wir brauchen eine Dachmarke, um auf die Region aufmerksam zu machen. Doch jeder muss sich entscheiden, wo will ich hin. Die Marke können wir aber auch nicht alle zwei Jahre verändern, das wird nichts."


Kommentar des Verfassers:

Na, da wurde aber viel aneinander vorbei geredet bzw. über manche Fehler der Vergangenheit beredt hinweg gegangen.

Die Dachmarke "Vulkan", die von der Kreispolitik doch bisher immer über den grünen Vogelsberger Klee gelobt wurde, scheint sich inzwischen abgenutzt oder als doch nicht so erfolgreich erwiesen zu haben. Woran bemisst sich ihr Erfolg überhaupt, wenn nach vielen Jahren immer noch erst zwei Prozent der Bundes-bürger den Vogelsberg überhaupt kennen, wie der Landrat Görig (siehe oben) beklagt. Und warum musste er dann eine zusätzliche Vogelsberg-Slogan-Aktion ins Leben rufen, wo die Einsender das baden-württembergische Muster "Wir können alles - außer Hochdeutsch!" kongenial nachahmen sollten? [Ich selbst habe mich an diesem von Görig ins Leben gerufenen Kreativwettbewerb übrigens mit den Einsendungen "Wir verstehen alles, außer Hochdeutsch!" und "Wir vogeln alles, außer Berge!" beteiligt, rechne realistischerweise allerdings nicht damit, demnächst als genialer Schöpfer des Gewinner-Slogans zum Pressefoto ins Landratsamt eingeladen zu werden (kicher, kicher!).] Der obige Ruf nach Professionalität wird durch die Kampagnen-Politik des Landrats jedenfalls mal wieder ad absurdum geführt. Deshalb riecht die ganze Verfahrensweise auch so gehörig nach Görig. Der hat offenbar sein politisches Handwerk bei Spaßvögeln wie Guido Westerwelle gelernt: "Auf jedem Schiff, das dampft und segelt...". Und so dampft und segelt der Vogelsbergkreis im Zickzackkurs um den Vulkan herum, je nachdem, welche tolle Idee dem Landrat gerade wieder mal aufgestoßen ist. Und da er von allem gleich wenig zu verstehen scheint und immer neue Entscheidungsgremien beteiligt, die wohl auch keine ausgewiesenen Experten sind, passt am Ende eben nichts so recht zusammen.

Wenn man schon bei dem Vulkan als Markenzeichen bleiben will, weil man die Dachmarke ja nicht "alle zwei Jahre ändern kann", wie Görig selbst feststellt, dann müsste ein neuer Slogan passend zum bisherigen Vulkan-Motiv entwickelt werden. Denn werbepsychologisch betrachtet, entsteht sonst ein inkonsistentes Corporate Design, das die Werbebotschaft verpuffen lässt.

Aber worauf fokussiert die Selbstdarstellung des Vogelsbergkreises denn über-haupt? Auf die Natur? Die Wirtschaft? Den technischen Fortschritt? Stichwort Klammersack. Mit dem hätte Herr Görig in den letzten Jahren schon mehrfach unliebsame Bekanntschaft machen müssen; denn dass die Natur eindeutig in den Vordergrund gerückt würde, um die Region bundesweit bekannt zu machen, kann man nun wirklich nicht behaupten. Die üblichen Festreden sind eher gekennzeichnet von kompromisslerischem Herumeiern.  Beschworenen  wird die Vereinbarkeit von Natur, Tourismus und Industrialisierung der Landschaft durch den hemmungslosen Ausbau von Windenergie-"Parks". Aber taugt das als durch-schlagende Werbestrategie? Einst weckte das Thema Windkraft positive As-soziationen. Doch angesichts der jüngsten Kapriolen der Energiewende und der Tatsache, dass viele Kleinanleger in hochriskante Anlagen (Beteiligung an nach-rangigen Darlehen!) gelockt wurden und ihr Geld verlieren, wenn die kleineren Windstromerzeuger beim Bieterverfahren im Wettbewerb mit Großkonzernen hinten runter fallen, das schadenfrohe Gelächter im Hals stecken.

Da ist nämlich ein anderer Grundsatz der Werbepsychologie verletzt: Die Werbe-botschaften verfangen nur, wenn sie widerspruchsfrei sind und keine Konflikt-themen berühren. Und dann die handwerkliche Seite: Man schaue sich nur das Verfahren an, mit dem der "Siegerslogan" der Vogelsberg-Slogan-Aktion des Herrn Landrat gekürt werden soll. So arbeitet sicherlich keine professionelle PR-Agentur! Presse-Zitat:

"Am 9. Juni trafen sich 70 Unternehmerinnen und Unternehmer auf Einladung des Landrats im Lauterbacher Kreishaus (wir berichteten). Man verständigte sich darauf, den Vogelsberg gemeinsam kraftvoller und selbstbewusster nach außen zu vermarkten. [...] In den kommenden Monaten will eine Arbeitsgruppe die Ziele und das Konzept für eine Image-Kampagne entwerfen. Dabei können die Akteure aus Wirtschaft, Marketing und Politik dann auf den „Fundus“ der nunmehr verlängerten Slogan-Kampagne zurückgreifen. Die Arbeitsgruppe wird nach den Sommerferien erstmals tagen. Mit der Bekanntgabe des „Gewinner-Slogans“ wird es also noch dauern, erläutert Landrat Görig. Denn zunächst müsse das Ziel definiert, dann die Strategie festgelegt und dann der passende Slogan hinzugefügt werden. Allen, die bisher – teilweise mehrere – Vorschläge eingesandt haben, dankt Landrat Görig herzlich für ihre „Verbundenheit mit unserem Heimatkreis“, die in allen Beiträgen zum Ausdruck komme. Die Verbindung von hoher Wohnqualität, starker Wirtschaft, zukunftssicheren Arbeitsplätzen und intakter Natur soll durch einen neuen Slogan symbolisiert werden."

Da kann man nur hoffen, dass es der auf Beschluss eines nicht repräsentativen Krei-ses von 70 Unternehmerinnen und -nehmern nach intransparenten Kriterien gebildeten Akteurs-AG "aus Wirtschaft, Marketing und Politik" gelingen möge, das Ziel und die Strategie der neuen "Image-Kampagne" so zu definieren, dass eine der die Verbindung von hoher Wohnqualität, starker Wirtschaft, zukunftssicheren Ar-beitsplätzen und intakter Natur symolisierenden Einsendungen der "Slogan-Kam-pagne" auch dazu passt. Und wenn nicht? Gibt es einen Plan B? Vermutlich hat Herr Görig selbst schon gehörig nachgedacht und steuert seinen eigenen Vorschlag bei. Wo der Vulkan nicht mehr dampft und das Windrad segelt, gibt's einen, der die Kampagne regelt. Oder wie wär's - frei nach Loriot - mit dem Slogan:

"Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl im Vogelsberg ohne Windstrom!"  

Jetzt sagen Sie nur nicht: "Der Landrat kann ja gar keine passenden Slogans dichten!" und es sei Aufgabe von Werbefachleuten, professionelle Kampag-nen zu entwickeln. Aber recht hätten Sie damit. Also noch ein allerletzter Versuch zur Güte (ist jetzt auch wieder von mir):

"Vogelsberg in einem Satz: Wohnung, Wirtschaft, Arbeitsplatz!"

Da ist jetzt aber wirklich alles drin. Ich möchte gelobt werden! 

U. Lange